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Bleiberecht für Koblenzer Kinder
Familie Yildirim muss zurückkehren!

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Liebe Leute,

einige Notizen auf die ihr sicher wartet:

Aus der Türkei haben wir heute gegen Mittag erfahren, dass Nafiye mit den drei Kindern bei einem Bekannten in dessen Wohnung ist und dort eine Zeitlang bleiben kann. Was sie jetzt plant, ist offen. Sie sind aus der Kirche direkt zum Flughafen Frankfurt gefahren und um 13.00 Uhr ins Flugzeug gesetzt worden. Gegen 16.00 Uhr sind sie angekommen. Wir vorausgesehen ist Ali von seiner Familie getrennt worden, und seitdem weiß man nichts mehr von ihm. Nafiye ist von einem Bekannten dann empfangen worden, der sie in die genannte Wohnung brachte.

Eine Aufruf des Dekanates heraus von die Pfarreien, hier. Ein Protestbrief an MP Beck ist von Eugen Vogt geschrieben worden (sieheweb-site des Bistums: Kirchenasyl gewaltsam beendet    (http://www.bistum-trier.de/goto/?7:39309)). Am Montag, 6. November, 19.00 Uhr, ist Innenminister Bruch bei der SPD-Rauenthal. Das Thema ist: "Wie werden wir vor Terror geschützt?" Kolpinghaus, Koblenz-Rauental". Da wäre es doch gut, hinzugehen, vor allem weil er bisher nicht zu einem Gespräch mit uns in der Lage war.

Werner

Stichpunkte nach dem Treffen am 31.10.2006 des Unterstützerkreises Yildirim
Ungefähr um 13 Uhr ist die Familie vom Flughafen Frankfurt/Main gegen ihren Willen abgeflogen und um ca. 15.30 Uhr sollte die Maschine landen. Herr Rathmann hat den Menschenrechtsverein in der Türkei erreicht, dieser wird den Anwalt in Nusaybin kontaktieren. Der Vater des Freundes von Ali wartete auf dem Flughafen fand die Familie dort nicht vor, wohl wurde die Familie abgeschottet.

Der Eilantrag des Initiativkreises wurde vom Verwaltungsgericht bereits um 11 Uhr abgelehnt. Die Bischofskonferenz hat auch die Gemeinde in Istanbul versucht zu erreichen, es gelang jedoch nicht, der Kontakt per Mail wurde hergestellt.

Der eigentliche Skandal und was ist passiert?

  • Bruch des Kirchenasyls
  • Kinder wurden aus der Kirche rausgeholt
  • Hier wurde eine allgemeingültige Tradition gebrochen heiliger Ort unverfügbar Zugriff von Mensch und Macht entzogen, das ist sogar im heidnischen Brauch akzeptiert  und das ist hier angetastet worden = Indiz für totalitären Machtmissbrauch  Richtung in einen totalitären Staat, denn es gibt keinen Bereich mehr, der mehr der Verfügbarkeit des Staates entzogen ist  auch galt hier nicht, dass das Leben Vorrang vor Gesetz hat.

Wie weiter?

1. Gruppe Begleitung Türkei
Begleitung in der Türkei, regelmäßige Kontaktaufnahme 5 Leute machen das

2. Gruppe politische Begleitung
Es darf jetzt nicht sein, dass 2 Wochen große Aufregung und danach Ebbe....

... denn hier ist  Grundlegendes kirchlich wie auch politisch passiert, und da dürfen wir die verantwortlichen Akteure (Bruch, Beck und OB Schulte-Wissermann) nicht ruhen lassen

Innenminister Bruch wollte abschieben, Ministerpräsident Beck hat abgewartet.

Nächste Stadtratssitzung am Tag der Innenministerkonferenz 16.11., gleichzeitig findet eine Demonstration zum Thema Bleiberecht in Nürnberg statt (dort findet auch obige Innenministerkonferenz statt).

Ideen für Aktionen (Brainstorming):

  • für Abgeschobene Glocken läuten (lärmen gleichzeitig)
  • Stolpersteine für abgeschobene Kinder (deportierte Juden)
  • Stadt setzt ihren ersten Stolperstein am 27.1. zum Tag der Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus  (Geschichte wiederholt sich??)
  • Stolperstein vor Garage des Oberbürgermeisters
  • An alle Pfarreien schreiben
  • Glockenläuten Samstag 6.45-7:30 Uhr (Ruf zur Wachsamkeit, Verletzung von Menschenrechten, Würde und Kinderrechte)
  • Offizielle Briefe an Beck und Schulte Wissermann (SPD)
  • Aktionen an Adressaten immer mitteilen: Botschaft, „Wir machen das gegen Eure Politik und ihr habt sehr wohl persönliche Verantwortung.“
  • Im Dezember Demo, zum Tag der Menschenrechte, ist die Abschiebung von Yildirim das zentrale Thema  entsprechend mobilisieren, und auch in Gottesdiensten Herbergssuche
  • Fürbitten
  • Weihnachtskrippe Relikte der Kinder (Schulranzen, usw.)
  • Kranz voll Lichter um die Kirche
  • Plakat vor Kirche
  • Fahne der Willy Graf Schule auf Halbmast
  • Dieser Samstag Gottesdienst 19-20 Uhr, danach Gedichte, Lieder, Bilder zeigen gucken.... was im Rahmen möglich ist.... Tee trinken... Vorher: Glockenläuten von 18:45-18:55 Uhr
  • Gedenktafeln, dann und wann wurde das und das gemacht....
  • Kirche ist entweiht worden, Bischof muss kommen, sie wieder einweihen mit lithurgischem Akt
  • Oder wir laden die Verantwortlichen ein zur Einweihung
  • Oder weihen selbst ein

Eindrücke: Was war heute los?

Eine Lehrerin aus der Willy Graf Schule:

„Schulgemeinde hat sich verändert“ „Es fehlen eben zwei Kinder“

„Stimmung enorm gedrückt“ – wenn die Kinder sprachen, dann sprachen sie ganz leise und es wurden nicht viele Worte drum gemacht: „Hast Du schon gehört?“  „...wie schade“, „wie traurig“ „Fassungslosigkeit“

„ich werde die Kinder in Ruhe lassen“

„was machen wir denn jetzt, jetzt fehlt uns in unserer Fußballmannschaft der beste Stürmer“

Frage, wie sind die Kinder in das Auto rein?

Barbara sah nur noch Nafiye und Emine, Nafiye weinte, Ali schrie, die Kinder hatten nacktes Entsetzen in den Augen, sie waren verzweifelt voller Angst und aus ihren Augen war die Frage abzulesen „Warum hilft uns keiner?“, eine Lehrerin: „Es wirkte so, als ob die Kinder die Situation als lebensbedrohend empfanden“

Sie kamen nicht in ein Polizeiauto rein, sondern die Mädchen von den Jungens getrennt.

„Wir haben einfach nicht damit gerechnet, dass aus der Kirche heraus abgeschoben würde. Willy Meyer vom Caritasverband, wie viele Andere auch, waren sich einig, es würde nichts passieren und das trotz des Anrufes von Muscheid (SPD)... man dachte, wie auch von der Landesregierung und der ev. Kirche zugesagt, dass der Sakral unangetastet bliebe.“

Gestern saßen wir noch zusammen und sprachen über Angst und die Angst der Kinder in der Schule und da wurde über die Verkehrspolizei gesprochen, welche die Fahrradprüfungen mit den Kindern durchführt und als die Kinder die Polizei sahen und auch vorher schon mal, musste ihnen erklärt werden, dass dies ja nur der Herr Schäfer sei und er nichts machen täte...

Heute wurde Herr Schäfer für den Abschiebeauftrag abgeordnet .... nach der Abschiebung sollte er den Fahrradunterricht machen, er ist aber heim gegangen – er konnte den Unterricht nicht weitermachen. Schäfer kannte die Kinder von der Schule